Wenn ich etwas wirklich wirklich gerne hab im Herbst, dann sind das Äpfel frisch vom Baum! Wir haben die besten Sorten direkt im Garten und immer wenn ich Lust habe, pflück ich mir einen. Aber heuer spielt die Natur bei meinem jährlichen Herbstritual nicht mit. Kein einziger Apfel an den Bäumen. Also: fast keine Äpfel. Darum blieb auch der obligatorische Gedeckte Apfelkuchen heuer aus.. Aber dann hat mich meine liebe Ex-Mitbewohnerin gefragt, ob ich nicht ein tolles Apfelrezept hätte. Und da war meine Liebe neu entfacht. Das war der Startschuss zu: back soviele Apfelkuchen wie nur irgendwie möglich! Also Äpfel gekauft und geschält. Und geschält. Und geschält. Und blättrig geschnitten. Und in Scheiben geschnitten. Und wieder geschält. All die Strapazen, die man halt auf sich nehmen muss, wenn man einen Apfelkuchen haben will. 😉 Während dem Schälen habe ich meine 100 Millionen Apfel-Rezept Ideen schon wieder verflucht.. Und auch das große Backblech, weil irgendwie passen da verdammt viele Apfelstückchen rein. Weil das dauert mir eigentlich zu lange. Dieses monotone Apfelschälen.

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Aber: ich habe jetzt Apfelkuchen! Um genauer zu sein: Apfel-Gitterkuchen. Und Apfel-Streuselkuchen. Und diese Tarte Tatin mit Apfelscheiben und Karamell. Die hat jedoch bis zum Fotoshooting 2 h später nicht mehr überlebt. Weil sie zu dem Zeitpunkt schon wieder verspeist war. Nun fehlt mir nur noch der klassische gedeckte Apfelkuchen und ich bin wieder glücklich.  Ich glaub ich hab es schon einmal erwähnt: wenn ich etwas mache, dann immer extrem! Tja, und so sind einige Kuchenstücke schon im Gefrierfach. Einfach weil das niemand zusammenessen kann 😉

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Zutaten

(für ein kleines Blech mit Rand)

Für den Mürbteig:

150 g Mehl
75 g Butter
50 g Zucker
1/2 Pkg. Backpulver

 

Für den Belag:

ca. 1,5 kg Äpfel
65 g Zucker
Zimt
(Rosinen und Walnüsse, wer Lust hat)
2 Rollen Blätterteig

Milch zum Bestreichen
brauner Zucker
Marillenmarmelade

Staubzucker zum Bestreuen

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Zubereitung

  1. Mürbteig zubereiten: Mehl und Backpulver vermischen. Nun den Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Alles abbröseln – d.h. mit den Händen so vermengen, das kleine Klümpchen entstehen. So lässt sich der Teig besser verarbeiten. Nun den Zucker dazugeben und zu einem Teig kneten. Für eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.
  2. Die Äpfel schälen, vierteln und in feine Stücke schneiden bzw. reiben.
  3. Ein kleines Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180 °C vorheizen. Den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf das Backblech geben. Es sollte nur der Boden bedeckt sein, die Ränder werden weggeschnitten. Mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  4. Nun kommt der Blätterteig für die Ränder und das Gitter zum Einsatz. Eine Rolle Blätterteig ist für die Seitenteile (vierteln), die zweite Rolle für das Gitter. Hierbei sollte der Blätterteig der Längsseite nach in schmale Streifen geschnitten werden (ca. 1 cm breit). Die Gitterstreifen noch zur Seite legen. Mit 2 Packungen Blätterteig sollte man für das Blech schön auskommen.
  5. In die Mitte kommen nun die feinen Apfelstückchen drauf. Diese mit Zucker und Zimt bestreuen. Wer mag kann hier noch Rosinen oder Walnüsse dazugeben.
  6. Die Streifen nun gitterartig über die Apfelstückchen legen, mit der Milch bestreichen und mit braunem Zucker bestreuen. Im Ofen ca. 1 h backen. Falls der Kuchen zu dunkel wird, lose mit Alufolie bedecken.
  7. Die Marillenmarmelade mit 1 EL Wasser erhitzen, glatt rühren und den noch warmen Kuchen damit bestreichen. In der Form auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.

 

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Apfel-Gitterkuchen

 

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Die Menge ist übrigens für ein mittelgroßes Backblech mit hohem Rand. Für ein normales Backblech die doppelte Menge verwenden!

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Apfel-Gitterkuchen

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Was ist eigentlich euer liebstes Apfel-Rezept?

Ich drücke euch die Daumen und frohes Backen,

(baking)Barbarine