Zum Brot backen braucht man nicht viel. Hauptsächlich Geduld. Und natürlich etwas Mehl und Germ. Das wars (fast).

Wobei diese eine Zutat „Geduld“ die meisten von uns davon abhält Brot zu backen. Oder Germstritzel, oder Buchteln. Und das ist ja wirklich schade! Weil man weiß ja gar nicht was man da versäumt. Und wenn der eine oder andere jetzt überlegt: „Was? Sie erzählt uns jetzt etwas von Geduld? Und dass es sich lohnt? Zu warten? Echt jetzt? Genau die gleiche Person, die in einigen Blogbeiträgen schon erwähnt hat wie ungeduldig sie nicht ist? Diejenige, die eine Torte schon mit Creme bestreicht noch bevor sie ausgekühlt ist? Nur um sie dann noch einmal zu backen, weil alles ein großes Desaster war???“

Uff – ihr habt mich sowas von erwischt! ABER: GENAU DIESE PERSON sagt euch nun, dass Brotbacken eine wirklich tolle Sache ist. Nur bei dieser einen Sache kann ich guten Gewissens behaupten: Geduld ist eine Tugend und ich bin ihr Meister! Ähm. Beim Brotbacken. Vorausgesetzt es geht nicht über zwei Stunden Wartezeit hinaus. Aber wie gesagt: ich mag es immer wieder mal kurz beim Teig hinein zu stibitzen, um mich zu versichern, dass er schön aufgeht und immer größer wird. Im besten Fall die Schüssel sprengt 😉 Diese fluffige Konsistenz, ich liebe sie! Mein Dad könnte die ganze Schüssel einfach so aufessen. Er liiiiebt frischen Germteig. Das ist dann doch ein bisschen zuviel, denn auf das Brot sollte man auf alle Fälle warten. Wenn die Kruste so richtig schön knusprig ist, wenn man reinschneidet. Und wie es duuuuuftet! Im ganzen Haus, in der Nachbarschaft, in der ganzen Stadt quasi. Nach frischem Brot!!! Und man kann es schon gar nicht mehr erwarten, bis man es endlich anschneiden darf und Butter draufschmieren und das zergeht noch so ein kleines bisschen. BOAH!

Ich will euch alle anstecken auch Brot zu backen.

Für die Jause, die Brotzeit, für das Frühstück, für Gäste, für die Familie. Ich muss los. Ich hab mich grad so richtig selbst überzeugt. Ich muss Germ kaufen gehen! Aber vorerst noch das Rezept und ein paar Tipps!

 

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Dinkelbrot

 

Zutaten

(für 1 Brot) 

20 g Germ (Hefe)

250 g Dinkel-Vollkornmehl

250 g Glattes Dinkelmehl bzw. Weizenmehl

ca. 360 ml warmes Wasser

2 Tl Salz

1 EL Olivenöl

Olivenöl zum Bepinseln

 

Zubereitung

Mehl, Salz, Wasser und Germ in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes (bzw. mit der Küchenmaschine) zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig 1 Stunde lang zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Danach den Teig gut durchkneten und anschließend in eine mit Öl ausbepinselte Kastenform geben bzw. wenn gewünscht zu einem runden Brotlaib formen. Hinweis:  den Teig mit den Händen ca. 10 Minuten kräftig durchkneten. Der Teig sollte geschmeidig sein – eventuell etwas mehr Mehl oder Wasser zugeben.

Das Brot noch eine halbe Stunde gehen lassen und den Ofen auf 220 Grad vorheizen.

Ein hitzebeständiges Gefäß mit Wasser füllen und auch in den Ofen stellen. Das Brot ca. 30 Minuten backen.

 

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Dinkelbrot

 

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Meine Arbeitskollegin hat mir den Tipp gegeben, dass man alle Zutaten auf einmal in eine Schüssel geben und verkneten kann. Seither verzichte ich mittlerweile auf das Dampfl. Einfach, weil es ohne auch perfekt funktioniert und das Dampfl ja eigentlich nur anzeigen sollte, ob der Germ noch gut ist.

Ich lasse den Germteig meistens mit einem Geschirrtuch bedeckt im 40-50 °C warmen Ofen gehen. Dort hat er eine konstante Wärme und kein Zugluft gefährdet das Aufgehen.Dinkelbrot-4Dinkelbrot-3

Für etwas Abwechslung können nach Lust und Laune Kräuter, Körner und Nüsse hinzugefügt werden.

Schönes Brotbacken,

(baking)Barbarine