Selbstgemachte Waffeln ohne Waffeleisen

Es gibt da so ein paar Leichen in meiner Abstellkammer.

Während der eine oder andere Krimi mit diesem Satz beginnt, liest sich mein Geständnis wohl eher etwas harmloser. Wenn ich von Leichen in meiner Abstellkammer rede, dann handelt es sich meist um technische Geräte, die vor sich hinvegetieren und seit Jahren auf deren Einsatz in der Küche warten.

Was ich zu bieten habe: Eismaschine, Sandwich-Maker, Cakepop-Maker, Toast-Griller und Waffeleisen.

Die Geräte haben bei mir spontane Begeisterung im Geschäft ausgelöst, sie wollten mein Leben revolutionieren, quasi vereinfachen. Sie haben mir zugeflüstert: “Mach dein eigenes Eis ab jetzt immer selbst – ohne Aromen!” oder “So einfach kannst du mit mir jetzt Cakepops backen”. Ich muss zugeben, das sind gute Argumente, ich MUSSTE sie haben. Sie sollten einen Fixplatz auf meiner Arbeitsplatte bekommen, ja! Ich werde sie täglich verwenden, zumindest mehrmals in der Woche.

 

 

What should I say !? Sie warten noch immer vergebens auf den großen Einsatz und so liegen sie später oft monate- oder gar JAHRElang im Küchenkasten, in der Abstellkammer, später vielleicht sogar in der Garage.

Dabei hätte ich gar nichts gegen frische Waffeln am Sonntag Morgen – oder ein schnelles Sandwich nach der Arbeit. Die Geräte sind oft einfach nur in Vergessenheit geraten. Oder ich bin zu faul geworden sie zu suchen, bzw. die 10 Schachteln, Weinflaschen, Kuchenformen, etc. wegzuräumen, um sie aus den hintersten Ecken hervorkramen zu können.

Das wars also. Das Schicksal meines Waffeleisens. Denn nicht nur, dass ich es nicht verwende – es wurde sogar auch noch ersetzt. Durch eine viel platzsparendere, praktischere, schlankere Variante.

Bei Tupperware habe ich eine Silikon Waffelform gefunden (keine Werbung, ich habe mir die Waffelform nur geborgt), die mit ziemlicher Sicherheit öfters verwendet wird als das Waffeleisen. Es passt in meinen Küchenschrank und die Waffeln sind schnell und einfach gemacht und schmecken bombastisch. UND: sie sehen viel besser aus als meine Waffeln aus meinem Ex-Waffeleisen. Wenn das nicht Gründe genug sind?

 

 

Die Verwendung ist supereinfach. Man bräuchte die Form nicht mal einfetten, aber ich wollte es etwas knusprig haben. Gelungen. Die Waffeln bleiben nicht kleben und lassen sich leicht aus der Form entnehmen.

Für euch habe ich nun ein süßes Waffelrezept. Natürlich gibt es 100.000 Möglichkeiten – süß, sauer, gesund, vegan… Und das werde ich testen 🙂 Das Rezept habe ich vom Waffel-Backbuch von Tupperware – leicht abgewandelt.

 

Zutaten

für 8 Waffeln (2 Formen) bzw. 2x 1 Form

3 Eier
100 g Zucker
1 Prise Salz
200 ml Milch
175 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g flüssige Butter

 

für die Dekoration:
Heidelbeermarmelade (je nach Bedarf)
1 EL Rum
Heidelbeeren
Schlagobers (Sahne)

 

Zubereitung

1. Eier, Zucker und Salz sehr schaumig rühren. Mehl + Backpulver und Milch nacheinander zugeben und alles verrühren. Zum Schluss die flüssige und abgekühlte Butter langsam unter Rühren unterrühren.

2. Die Waffel-Silikonform von Tupperware (keine Werbung) zwei Silikonformen, Waffeln nebeneinander auf den Backrost stellen und den Teig in die Vertiefungen füllen. Anschließend im vorgeheizten Backofen bei 220 °C Ober-/Unterhitze ca. 13 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Die Waffeln vor dem Stürzen ca. 1 Minute stehen lassen.

Tipp: Ich habe die Waffeln auf ein Backblech gestürzt und noch einmal ca. 3-4 Minuten im Ofen gelassen, damit auch die strukturierte Seite etwas braun wird.

3. Zum Servieren die Waffeln mit Staubzucker bestäuben. Für die Dekoration die Heidelbeer-Marmelade mit dem Rum vermischen und gemeinsam mit den Heidelbeeren und dem Schlagobers Natürlich kann man auch andere Früchte und Beeren nach Saison, Eis oder die Lieblingsmarmelade verwendet werden.

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Süße Waffeln

 

Ebenfalls entdeckt: Speedy Chef II zum Schlagobers schlagen. 🙂

 

 

Wie oft sind eure Küchengeräte im Einsatz? Oder kommt auch euch meine Geschichte bekannt vor? 🙂

Ich hab von meiner Schwester – als sie den Beitrag las auch noch ein zustimmendes SMS von ihr bekommen – und: surprise, sie hat auch 2 Keller Leichen zuhause. 🙂 Standmixer. 2.

Ihre Worte:

i hab letztens mal a bissl zusammengeräumt.. dann hab i de 2 Standmixer gefunden und mir gedacht: Wah, wie grausig, die brauch i nie wieder. Schmeiss ich gleich weg!“. Hab dann alle ausgeräumt und dann: “hmm, aber wenn i doch mal was mixen will, dann is des eigentlich schon sehr praktisch.. hmm, dann hätte i aber auch zur Not noch den Stabpürierstab.. aber mit dem Standmixer bräucht ned selber mixen… Ok, Platz war jetzt auch im Kasten, dann haben sie noch locker 1 Jahr länger Platz.. und wenn ich sie bis dahin ned gebraucht hab, dann schmeiß ich sie weg.. und es sind immerhin ein Braun Gerät und der andere schaut auch ganz fähig aus…. „

Hahaha. Ja, genauso geht es wohl mehreren von uns 🙂

Gutes Gelingen,

Barbara