Wenn meine Mädls zu Besuch kommen, dann muss natürlich immer was Süßes auf den Tisch. Und wen jemand von ihnen davor von Heidelbeer-Kuchen träumt, dann muss dieser Traum auch erfüllt werden. Quasi ein Wunsch an das Universum, dass diesen Wunsch dann an mich weitergeleitet hat und dem ich natürlich sofort prompt gefolgt bin. Mein gedankliches Repertoire an Heidelbeer-Kuchen ist ja unermesslich. Heidelbeer-Topfen-Küchlein, Buttermilch-Heidelbeer-Gugelhupf, Heidelbeer-Schnecken, Heidelbeer-Schoko-Cookies, Oreo-Heidelbeer-Torte, und so weiter und so fort. Und in 80% meiner Heidelbeer-Phantasien sind diese kleinen Dinger immer direkt mit Topfen in Verbindung. Und huch: fällt mir doch glatt ein Topfenstrudel mit Heidelbeeren und Himbeeren ein.

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Mögt ihr diese Mädlsinformationsaustauschsnachmittage auch so gerne? Nichts schöneres als Quatschen, Kuchen essen, nach den Babies schauen, bemerken, dass sie alle schlafen und dann wieder weiter Kuchen essen, über zu viel Muttermilch, zu wenig Schlaf, zu viel Arbeit, zu wenig Schlaf, zu viel Sport, zu wenig Schlaf, zu viel Umzugsstress, zu wenig Schlaf, zu großen Babybauch, zu wenig Schlaf, zu viele neue Serien und zu wenig Schlaf reden, dann braucht man schon etwas Zucker. 🙂  Der aufmerksame Leser hat sofort bemerkt, dass langer Schlaf in unserem Kreise hoch im Kurs ist.

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Aber ihr werdet erstaunt sein: Der Strudel ist nämlich gar nicht so süß wie er ausschaut. Es ist eine ausgewogene Süße, den die sauren Beeren hervorragend unterstreichen.

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Tipp: Der Strudel schmeckt besonders obergeilomeiloscheiß, wenn er kurz vorher zubereitet wird. Dann ist der Blätterteig noch schön knusprig, die Topfenfülle noch lauwarm und der Geschmack kann sich noch richtig gut entfalten.

Manchmal ist fertiger Blätterteig einfach wirklich hilfreich. Ich mach wirklich gerne jeden Teig frisch, auch Strudelteig. Aber bei Blätterteig darf man die ewig lange Butterwürfel-Einschlagerei gerne beiseite legen und auf die fertige Version greifen. Vor allem, weil es auch einfach so schnell geht. Ich hab den Strudel innerhalb 10 Minuten im Rohr. Zack, noch kurz Küche säubern, sich zurecht machen und schon können die Gäste kommen, während der Strudel noch im Ofen am fertig werden ist. Alles eine Frage des Zeitmanagements!

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Wer mag kann die Beeren auf 2 Hälften aufteilen (wie ich auf dem Foto) oder Himbeeren und Heidelbeeren mischen.

 

Zutaten

1 Blätterteig rechteckig

2 Eier

80 g Butter

170 g Zucker

500 g Topfen

1 Pkg Vanille Puddingpulver

1 Vanillezucker

Himbeeren und Heidelbeeren (kann auch TK-Ware sein)

 

Zubereitung

1) Eier trennen und Eiklar zu Schnee schlagen. Dotter mit leicht geschmolzenem Butter verrühren, Zucker und Vanillezucker dazugeben. Cremig schlagen. Nun den Topfen gemeinsam mit dem Puddingpulver dazugeben und gut vermengen. Eischnee unterheben.

2) Blätterteig ausbreiten und die Topfenmasse der Breite nach in der Mitte verstreichen. Nach Wahl Heidelbeeren und/oder Himbeeren (nicht zu wenig) drauf verteilen und den Blätterteig von beiden Seiten in die Mitte zusammenschlagen. Dies wird nur schwer möglich sein, weil sonst die Topfenmasse herausquillt. Lasst euch da nicht irritieren, am Ende geht der Strudel eh seitlich auseinander. Die Masse kann während dem Backen auseinanderlaufen. Um das zu verhindern am Besten eine lange Kastenform am Rand aufstellen, dann bleibt der Strudel kompakt. Alternative: für beide Ränder eine Alufolien-barriere bauen.

3) Ab in den Ofen bei 170 Grad für ca. 35 Minuten. Der Blätterteig soll schon leicht gebräunt sein, damit er schön knusprig ist.

 

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Topfenstrudel mit Beeren

 

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Ich würde vorschlagen: schickt doch eine Einladung an eure Mädels aus und ladet sie auf einen kleinen Kaffeeplausch ein. Ich hab euch da schon was vorbereitet:

Einladung

Download Einladung

 

Einen schöne Mädelsrunde,

(baking)Barbarine

 

Ps: Solltet ihr noch Kuchenideen brauchen, schaut doch einfach bei meiner Rezeptübersicht nach, da findet sich sicher für jeden süßen Geschmack etwas 🙂