Ombre-Torte mit Heidelbeeren

Ombre-Torten, wie oft habe ich sie schon bewundert!? Und dann hab ich mir immer gedacht: ach, diesen Aufwand sparst du dir lieber. Aber wisst ihr was? Was für ein Aufwand?! Nur weil man 4 Schüsseln für die Creme vorbereiten muss zum Einfärben. Und das mit dem Ombre (Farbverlauf) Effekt ist auch easy aufzutragen. Also wenn das nicht die perfekte Muttertagstorte ist?

 

 

Gemeinsam mit Wiener Zucker habe ich mich das erste Mal über diese Farbverlaufs-Trend Torte getraut. Und es wird definitiv nicht meine letzte sein 🙂 Verwendet habe ich für den Teig den Wiener Zucker Backzucker. Dieser Zucker ist durch seine feine Körnung speziell für alle Arten feiner österreichischer Mehlspeisspezialitäten wie luftiges Biskuit, flaumige Schokomassen oder saftigen Rührteig zu verwenden. Das musste ich natürlich gleich ausprobieren. Und der Teig ist tatsächlich traumhaft fluffig! *

Zum Muttertag gab es für Mama meist frisch zubereiteten Kuchen von mir. Meist war es Marmorkuchen, der in der Früh noch schnell gebacken wurde. Dabei ist der Teig jedes Mal aus der Form gequollen und hat sich am Ofenboden richtig schön eingebrannt. Meine Mum hätte sich wahrscheinlich jedes Jahr zum Muttertag gewünscht, dass ich keinen Kuchen backe, damit sie weniger zu putzen hat. 😉

 

 

Auch meine kleine Schwester hat damals mit ihren 8 Jahren schon angefangen zu backen. Sie war kreativer als ich und hat Weihnachtskekse nach ihrem eigenen Rezept für den Muttertag vorbereitet. Der Mürbteig beinhaltete (jedoch) keinen Zucker. Eigentlich bestand er aus Mehl und Butter, manchmal auch mit Nüssen und etwas Zucker. Keine Frage, die ausgestochenen Schneemänner, Sterne & Co. waren essbar. Mit etwas Nutella, oder Marmelade. Ja, und auch hier musste unsere Mum wahrscheinlich stundenlang die entstandene Sauerei wieder beseitigen.

 

 

 

 

Doch bei einem bin ich mir sicher: für alle Mamis zählt nicht die Perfektion der Geschenke. Sondern der Gedanke dahinter. Dass man sich etwas einfallen lassen hat, womit man eine Freude bereiten will.

 

 

 

Zutaten

für 2 Tortenringe 20cm-Durchmesser

für den Teig:
310 g WIENER ZUCKER Backzucker
7 Dotter
1 Pkg. Vanillezucker
150 ml Öl
150 ml Wasser
270 g Mehl
1 Pkg. Backpulver
7 Eiklar
30 ml Schlagobers (Sahne)

 

für die Topfen-Creme:
750 g Topfen (Quark)
500 g Mascarpone light (oder auch vollfett, wie ihr mögt)
150 g WIENER ZUCKER Puderzucker
100 g Vanillejoghurt
ca. 50 g Heidelbeeren (tiefgekühlt)

 

zum Bestreichen der einzelnen Böden:
200 g Marillenmarmelade (Alternativ: Heidelbeer-Marmelade)
8 EL Rum
8 EL Wasser

für die Deko:
Heidelbeeren, Brombeeren, Minzeblätter, essbare Blüten (z.B. Stiefmütterchen, Wiesenschaumkraut, Borretsch), Baiser

 

Zubereitung

Zubereitung Böden:

  1. Eier trennen und Eiklar steif schlagen. Kühl stellen.
  2. Eier, Wiener Zucker Backzucker und Vanillezucker sehr schaumig rühren, langsam Öl dazugeben und immer weiterrühren. Wasser kurz unterrühren.
  3. Nun Mehl und Backpulver in einer anderen Schüssel vermischen und in den Teig geben. Den Schlagobers noch zum Teig geben und nur noch kurz, aber gründlich unterrühren. Den Eischnee unterheben.
  4. Den Backofen auf 175 Grad (Umluft vorheizen).
  5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die 2 Tortenringe mit je 20 cm Durchmesser daraufgeben. Die Seitenränder befetten und bemehlen. Den Teig je zur Hälfte in die Tortenringe füllen und ca. 20 Minuten backen (Stäbchenprobe).
  6. Ca. 15 Minuten in der Form auskühlen lassen.

Zubereitung Creme:

  1. Mascarpone, Topfen und Vanillejoghurt in einer großen Rührschüssel cremig aufschlagen.
  2. Nun Wiener Zucker Puderzucker dazugeben und gründlich unterrühren, bis eine cremige Masse entsteht.
  3. Auf einem Topf die gefrorenen Heidelbeeren aufwärmen.
  4. Die Creme vierteln und in vier Schüsseln füllen. In die erste Schüssel kommen 2 EL Heidelbeeren aus dem Topf – gut verrühren, in die nächste Schüssel 1 EL Heidelbeeren und in die dritte Schüssel nur mehr ein klein wenig Heidelbeeren, alles ebenfalls verrühren. Der vierte Teil bleibt weiß. Die vier Teile der Creme sollten nun merkbar unterschiedliche Farbnuancen haben.

Zubereitung der Rum-Marmelade:

  • Marillenmarmelade mit Wasser und Rum kurz aufkochen.

weitere Zubereitung:

  1. Die ausgekühlten Kuchen aus der Form lösen (ev. mit einem Messer entlang des Tortenrings schneiden, sollte sich der Teig nicht schön lösen). Jeweils horizontal in der Mitte durchschneiden.
  2. Die erste Hälfte auf eine Tortenplatte (oder einen Teller/Platte) stellen und etwas Marmelade-Rum Gemisch darauf verteilen. Darauf wird nun in etwa 2/3 der dunkelsten Heidelbeer-Creme verteilt.
  3. Nun kommt der zweite Boden darauf. Marmelade-Rum Gemisch darauf verteilen, 2/3 der mittleren Heidelbeer-Creme darauf verteilen und den nächsten Boden darauf setzen. Mit dem Rest genauso verfahren und dabei immer die nächst-hellere Creme verwenden. Den letzten Boden darauf setzen und 2/3 der weißen Creme darauf verteilen und schön glatt streichen. Sie soll schon ein schöner Abschluss sein, da hier die Deko kommt.
  4. Für die Außenseite mit der dunkelsten Heidelbeer-Creme beginnen und ca. 3-4 cm am unteren Rand auftragen. Dies kann man entweder mit einem Spritzsack oder mit der Rückseite eines kleinen Löffels geschehen. Die komplette Creme dafür verwenden, dabei muss es noch nicht sauber aufgestrichen werden, das erfolgt dann zum Schluss. Als nächstes die mittel-lila Creme als Anschluss um die Torte streichen bzw. aufdressieren. Für den Abschluss die hellste Creme mit der weißen Creme verrühren und aufstreichen. Mit einer Teigkarte einmal um die Torte streichen und vorsichtig glätten. Hier bildet sich nun der Farbverlauf. Dabei darauf achten, dass sich die unterschiedlichen Farben nicht zu sehr vermischen.
  5. Für die Dekoration mit Brombeeren, Heidelbeeren, Baiser, essbaren Blüten und Minzeblättern dekorieren. Kühl stellen.

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Ombre Torte mit Heidelbeeren

Und so funktioniert’s:

  1. Torte befüllen:

2. Torte außen grob bestreichen (mit Spritzsack oder der Rückseite eines Kaffeelöffels) und mit einer Teigkarte (oder Winkelpalette) glatt streichen.

3. Dekorieren

Wenn nun jemand Lust bekommen hat: probiert euch doch auch mal daran 🙂

Gutes Gelingen,

Barbara

 

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14 comments

  • Marcella P. 10. Mai 2017   Reply →

    Klingt sehr gut, aber kann man da nicht auch 2 Tortenformen mit einem Durchmesser von 28 cm nehmen?

    • bakingbarbarine 10. Mai 2017   Reply →

      Dank der zwei 20cm Tortenringe wird die Torte schön hoch. Mit den 2 Tortenformen 28 cm Durchmesser würde die Torte zu wenig Höhe bekommen, was bei einem Ombre-Effekt ganz wichtig ist! Wenn dann ev. den gesamten Teig in eine einzige 26 cm Springform geben und dann den fertig gebackenen Teig dritteln. Aber 2 Tortenformen mit 28cm würden sich leider nicht dazu eignen.
      Ich hoffe ich hab dir helfen können.
      Liebe Grüße, Barbara

      • Fluuni 8. August 2017   Reply →

        Hallo Barbara,

        was ist aber, wenn man einfach die Menge auf 2 große Formen umrechnet?

        • bakingbarbarine 9. August 2017   Reply →

          Hey 🙂
          Wie groß sind die großen Formen? Wenn du die doppelte Menge nimmst wird die Torte eher hoch werden, wenn du die 1,5-fache Menge nimmst wird die Torte wahrscheinlich eher normal hoch. Ich würde es einfach einmal testen bei der Teigmenge. Hab ich dir etwas helfen können?

  • Miri 11. Mai 2017   Reply →

    Hallo Barbara,
    habe eben Dein tolles Rezept gelesen! Habe richtig Lust diese tolle Torte für meine Mami zum Muttertag zu backen, nur habe ich keinen Wiener Zucker da 🙁 funktioniert die Torte genauso gut mit normalem Zucker?
    Danke und liebe Grüße,
    Miri

    • bakingbarbarine 11. Mai 2017   Reply →

      Hallo liebe Miri!
      Oh sehr cool, da geht es deiner Mum ja dann richtig gut am Muttertag ?? Du kannst für den Teig auch normalen Kristallzucker verwenden, allerdings wirst du etwas länger rühren müssen, damit sich die Kristalle gut auflösen! Ich wünsch dir gutes Gelingen und einen schönen Muttertag dir und deiner Family!

  • Katharina 11. Mai 2017   Reply →

    Hallo Barbara!
    Erstmal vorweg: Was für ein tolles Rezept! ?
    Ich möchte die Torte auch für den Muttertag machen. Würdest du sie schon am Samstag oder erst am Sonntag zubereiten?

    Liebe Grüße Katharina

    • bakingbarbarine 11. Mai 2017   Reply →

      Hallo Katharina,
      das freut mich aber, dass du die Torte Nachnahmen willst für den Muttertag!
      Ich würde am Samstag die Böden machen und Sonntag Vormittag die Torte fertig machen. Dann hat die Torte noch bis zum Nachmittag Zeit durchzuziehen. Und: keine Angst, der Teig trocknet nicht aus! Am besten einfach mit einem Geschirrtuch abdecken! ? Viele liebe Grüße und gutes Gelingen, Barbara!

  • marie kade 11. Juni 2017   Reply →

    hallo barbara!
    das ist wirklich ein tolles rezept – gratulation! auch fuer eine geuebte baeckerin eine leichte herausforderung … bin die ganze geschichte langsam angegangen und hab mir die arbeit auf zwei tage aufgeteilt. statt der heidelbeeren hab ich himbeeren, gemischt mit ribisel genommen, weil meine mutter eine heidelbeer-aversion hat. die faerbung hat dennoch super geklappt, sodass der ombre-effekt eine wucht war. ich wurde sehr gelobt und moechte dies hiermit an dich weiterleiten! das ist eine wirklich schoene idee, die mehr als lob verdient!
    vielen dank und liebe gruesze aus dem wiener wald 🙂 marie

    • bakingbarbarine 21. Juni 2017   Reply →

      Liebe Marie,
      ich hab deine Nachricht leider erst jetzt gelesen! UND ICH FREU MICH SEHR!
      Was für eine tolle Idee die Heidelbeeren einfach durch Himbeeren und Ribiseln zu ersetzen! Dann wurde es ja ein richtiger Mädchentraum in rosa 🙂
      Hast du ein Foto davon gemacht?
      Liebe Grüße in den Wiener Wald,
      Barbara

  • Jess 16. Juli 2017   Reply →

    Sommer und Blumentorte. Das passt! Vielen Dank für Deinen inspirierenden Blog! Liebe Grüße aus Berlin

  • Johanna 8. August 2017   Reply →

    Hallo Barbara, Danke für das tolle Rezept. Ich habe es Original nachgebacken aber mit normalen Zucker und Puderzucker ;-). Es hat trotzdem wunderbar funktioniert. Die Torte ist ein Traum geworden. Auch den Ombre-Effekt habe ich hinbekommen, dank Deiner guten Anleitung . Meine Tochter hat sich sehr über diese tolle Torte zum 18. Geburtstag gefreut. Aus Fondant hatte ich eine 18 und Schmetterlinge gemacht und den Kuchen damit und mit Heidelbeeren dekoriert. Vielen Dank nochmal und liebe Grüße Johanna

    • bakingbarbarine 9. August 2017   Reply →

      Hallo Johanna,
      danke für die liebe Nachricht. Es freut mich immer, wenn ich mitbekomme zu welchen Anlässen meine Torten nachgebacken werden. Deiner Tochter noch alles Gute zum 18. Geburtstag! Das mit den Fondant Schmetterlingen kann ich mir richtig gut vorstellen. Ein richtiger Mädchentraum, find ich super schön, dass du für deine Tochter diesen Traum gebacken hast. Ich wünsch dir liebe Grüße,
      Barbara

  • Anja S. 3. November 2017   Reply →

    Hallo Barbara,

    Dein Rezept klingt wunderbar! Ich würde es gerne morgen ausprobieren um die Torte zu verschenken. Eine Frage: die Sahne für den Teig – muss die noch geschlagen werden oder kommt die flüssig rein?

    Lieben Gruß
    Anja

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