Schnelle Dinkel-Brötchen

Es ist Samstag morgen und du hast vergessen Gebäck für das Frühstück zu kaufen? Du hast absolut keine Lust dich fertig zu machen, um aus dem Haus zu gehen? Du kannst den Mann (die Frau) nicht schicken, weil er/sie gerade deine Steuererklärung macht, das Bad putzt bzw. die Wäsche bügelt?

Du hast Freunde zum Brunch eingeladen, doch die bessere Hälfte hat dir am Vortag noch das Brot aufgegessen?

Du kommst mit Hunger von der Arbeit und in der Brotkiste ist nur noch der letzte Rest von vorletzter Woche?

 

 

Dann gibt es für dich 2 Möglichkeiten:

  1. bei -10 Grad noch mal rausgehen, im wildesten Schneesturm nach dem Auto suchen, erstmal 30 Minuten Schnee vom Auto kehren und dann mühsam eine 5 cm dicke Eisschicht von der Windschutzscheibe abkratzen. 15 Mal durchstarten, weil die Batterie zu schwach ist, den Pannendienst rufen, 50 Stunden warten und im Schneechaos 500 km zum nächsten Bäcker fahren.
  2. ODER: frisches Gebäck selber machen und 40 Minuten später gleich verspeisen.

Ich sag nur, ich lasse euch die Wahl!?

Wie gesagt: das Tolle an diesen Brötchen ist: sie sind ruckzuck fertig. Zutaten verkneten, Brötchen formen, ab in den Ofen. Das wars. Die Zutaten hat man meist auch zuhause, zur Not geht Trockengerm genauso. Ich bevorzuge jedoch immer frischen Germ.

  • Wusstet ihr, dass man frischen Germ auch einfrieren kann? Dann hat man keine Ausrede mehr frisches Gebäck selber zu machen 🙂

 

 

Zu den Brötchen: 

  • ich habe glattes Dinkelmehl UND Vollkorndinkelmehl verwendet. Man kann aber auch ausschließlich glattes Weizenmehl verwenden.
  • Damit man die perfekte Teigkonsistenz beim Kneten bekommt: der Teig wird nicht jedes Mal gleich. Es kann sein, dass man noch etwas mehr Mehl braucht. Dann einfach esslöffelweise Mehl dazugeben. Fingerprobe!
  • Sie schmecken übrigens am nächsten Tag noch genau gut! Sie werden weder hart, noch trocknen sie aus.
  • Ich mache mir immer ein paar Weckerl auf Vorrat und friere sie ein. Aufgebacken schmecken sie wieder wie frisch.
  • Jeder Ofen ist unterschiedlich. Bei meinem Ofen sind die Brötchen nach 30 Minuten perfekt knusprig. Kann sein, dass es bei euch ev. etwas länger dauert, einfach an der Rückseite der Brötchen kurz klopfen. Wenn sie noch zu weich sind, noch etwas im Ofen lassen. Sie sollen auch auf der Rückseite schön knusprig sein.

Zutaten

für ca. 8-9 Stück

400 g Dinkelmehl glatt
100 g Vollkorn-Dinkelmehl
1/2 Würfel Germ (Hefe), frisch
3 EL Rapsöl
1/2 EL Zucker
1 1/2 TL Salz
300 g Wasser lauwarm (nicht heiß, nicht kalt!)

2 EL Mehl

Zubereitung

Mehl, Germ, Öl, Salz, Zucker und das lauwarme Wasser gemeinsam in eine Rührschüssel geben.

Die Zutaten nun mit den Knethaken vom Mixer bzw. der Küchenmaschine 3-5 Minuten gut durchkneten.

Der Germteig hat zum Schluss eine nur noch leicht feuchte Konsistenz, muss nicht gehen und kann sofort weiterverarbeitet werden.

Wenn der Teig noch etwas zu feucht ist, dann noch ein bisschen Mehl dazugeben. Wie erkenne ich die richtige Konsistenz? Ich mache die Fingerprobe. Wenn nicht mehr viel am Finger kleben bleibt, ist der Teig perfekt.

Jetzt kommen 2 EL Mehl auf den Teig. Dieses nicht mehr unterrühren. Den Teig darin drehen, bis er von allen Seiten mit Mehl bedeckt ist und nicht mehr in der Schüssel kleben bleibt.

Von dem Teig nun kleine Stücke abreißen (ca. 110-120 g) und diese noch einmal im Mehl drehen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen bzw. wer eine Baguette-Form hat, diese verwenden.

Unbedingt ein paar Spritzer Wasser auf das Backblech verteilen und eine kleine hitzefeste Form mit Wasser mit in den Ofen stellen.

Ofen nicht vorheizen! Den Ofen einfach einschalten (200 Grad; Ober- Unterhitze), wenn man die Brötchen in den Ofen gibt.

Ca. 30 Minuten backen. Sie sollen schön knusprig sein.

 

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Schnelle Dinkel-Brötchen

 

 

Als Hinweis: es macht natürlich gar nichts aus, wenn ihr den Teig gehen lasst, wenn ihr Zeit habt. Aber das tolle eben ist, dass man sie auch in kurzer Zeit backen kann, wenn man schnell hungrige Mäuler stopfen muss 🙂

Lasst mich wissen, wie sich euch geschmeckt haben! Ich habe mich bemüht, dass ich es genau so beschreibe, wie ich es genau mache. 🙂

 

 

Gutes Gelingen,

Barbara

Low carb Leinsamen Weckerl (Brötchen)

Ich bin nicht gerade ein Low-Carb-Apostel. Ich liebe Süßes mit Zucker, Schokolade und natürlich Mehl. Der erste Gedanke, der mir bei dem Thema Low-Carb-Backen kam war: Entweder esse ich vernünftigen Kuchen bzw. ein richtiges Brot oder lasse es bleiben. Low-Carb zu backen klang für mich erstmal wie ein Widerspruch in sich, denn in Gebäck gehört nun mal Mehl und Zucker – also ordentlich Kohlenhydrate.

Aber ich war neugierig. Und außerdem sollte man ja keine Vorurteile haben, bevor man es nicht ausprobiert. Zudem kommt man an dem Thema aktuell auch nur schwer vorbei.

Naschen ohne schlechtes Gewissen – klingt doch zu verführerisch oder?

 

 

Wenn euch der Begriff Low Carb auch immer öfters unterkommt bzw. den Hintergrund dieser Ernährungsform verstehen wollt, ich klär euch mal etwas auf:

Was ist Low Carb?

Seit geraumer Zeit besteht der Verdacht, dass nicht die „bösen Fette“, sondern Kohlenhydrate für ungewollte Kilos auf den Hüften sorgen. Low Carb heißt der Ernährungstrend, der die kohlenhydratarme Ernährung in den Vordergrund rückt. Dies kann aus verschiedenen Gründen erfolgen, meist um an Gewicht zu verlieren oder um den Gesundheitszustand zu verbessern.

Wieso Low Carb?

Kohlenhydrate gehören genauso wie Fett und Eiweiß zu den Hauptbestandteilen unserer Nahrung. Sie werden vom Körper zur kurzfristigen Energiegewinnung genutzt. Benötigt der Körper gerade keine Energie, wandelt er die Kohlenhydrate in Fett um.

Low Carb Backen

In der Praxis bedeutet das für Low Carb Anhänger allerdings: adè heiß geliebte Kuchen, Gebäck und Brot. Wer also (so wie ich) auf die abendliche Scheibe Brot oder den Kuchen zum Kaffee nicht verzichten möchte, der sollte die Low Carb Rezepte-Alternativen auf jeden Fall ausprobieren.

Low-Carb-Backen heißt Backen mit Einfallsreichtum, Kreativität und Improvisationstalent. Denn die Hauptaufgabe bei dieser Art des Backens ist, Zucker und Mehl durch kohlenhydratarme Zutaten zu ersetzen, so dass weder der Geschmack noch die Konsistenz des Gebäcks darunter leiden.

 

Generell kommt es beim Backen immer auf das richtige Verhältnis von trockenen und nassen Zutaten an. Für das Backen in der Low-Carb-Küche benötigt man etwas mehr Flüssigkeit , da Mehle der Low-Carb Variante etwas mehr davon aufnehmen als normales Weizenmehl. Bei den Mehlen gibt es eine große Auswahl an Ersatz: Mandelmehl, Kokosmehl, Leinmehl, Leinsamenmehl, um ein paar zu nennen. 

Ausweichprodukte sind also möglich. Sogar Backen ohne Zucker funktioniert. Zucker ist nicht nur ein Geschmacksträger, sondern sorgt auch für die Fluffigkeit und Stabilität des Teiges. Dieser ist leider nur schwer zu ersetzen. Alternativen sind beispielsweise Xylit oder Erythrit, die häufig in Pulverform angeboten werden. Natürliche Alternativen, wie Agavendicksaft, Reissirup, Dattelsirup oder Kokosblütenzucker sind ebenfalls möglich. So stillen auch zuckerfreie Kekse den Hunger nach Süßem.

Ich hab sowohl Süßes (Low Carb Zucchini-Schoko Kuchen, Low Carb Cheesecake), als diese Weckerl ausprobiert und was soll ich sagen: erstens merkt man es nicht, dass etwas “fehlt” und es schmeckt nicht weniger gut! Der Zucchinikuchen ist sogar mein absolutes Zucchini-Lieblingsrezept geworden.

Mein Fazit: Low Carb schmeckt und mit etwas Übung lassen sich tolle Kuchen, Kekse und Brote zaubern!

 

Käse-Weckerl

Und was ich zu diesen Käse-Weckerl sage? Sie sind der Oberburner! Ehrlich. Super saftig. Also SUPER saftig! Werde ich bestimmt öfters machen, trotz anfänglicher Skepsis haben sie mich überzeugt. Ich habe sie sowohl sauer als auch süß (Nutella, ups) bestrichen und schmeckt beides wunderbar. Mit Pizzagewürz natürlich schon eher für pikante Aufstriche. Sie sind übrigens auch am nächsten und übernächsten Tag noch herrlich saftig.

Ich habe das erste Mal Leinsamenmehl verwendet und mag den Geschmack richtig gerne. Genau richtig für das Gebäck. Ich habe das Mehl bei DM und Reformhaus Martin gesehen, falls jemand fragt von wo man das Mehl herbekommen kann.

 

 

 

Zutaten

80 g geriebener Pizzakäse

100 g Topfen (Quark)

100 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

90 g Leinsamenmehl

50 g Mandelmehl

3 Eier

1/2 TL Salz

1 TL Pizzagewürz (zB Bruschetta Gewürz)

1 TL Backpulver

 

zum Bestreuen: etwas geriebener Pizzakäse oder Leinsamen

 

Zubereitung

Ofen auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen. Es entsteht ein sehr feuchter Teig.

Hände mit kalten Wasser nass machen und aus dem Teig ca. 7-8 Weckerl formen. Am besten man formt Knödel und drückt sie etwas zusammen. Die Weckerl gehen nämlich nicht mehr wirklich auf und ändern ihre Form beim Backen auch nicht mehr wirklich. Mit Käse oder Leinsamen bestreuen.

Die Weckerl ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Die LowCarb Weckerl bleiben mehrere Tage frisch und saftig.

 

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Low Carb Käseweckerl (Brötchen)

 

 

Ich bin gespannt was ihr dazu sagt.

Gutes Gelingen,

Barbara

Schnelles Nuss-Dinkel-Brot

Sonntag Abend. Der Tisch ist gedeckt. Frischer Schinken, Eier vom Bauernhof, neue Sorte Frischkäse mit Curry, Nussaufstrich (also Nuss-Nougat-Aufstrich. Mit Palmöl. Und viel Zucker – ok, Nutella) und jede Menge Hunger. Man ist perfekt vorbereitet für eine ausgiebige Jause (Brotzeit). Und alles was fehlt: Das Brot. Uff.

Vergessen zu kaufen.

 

Was ich an solchen Situationen nicht brauche: Wartezeit! Deswegen muss es bei mir schnell gehen, ohne dass das Brot an Qualität verliert. Und deswegen habe ich dem Germteig nicht eine Sekunde Rast gegönnt. Ich habe ihn durch die Küchenmaschine gejagt, ihm nicht mal ein ordentliches Vor-Vermengen der Zutaten  (nein, einfach alles auf einmal in die Rührschüssel) und dann durfte er nicht mal gehen. Sofort aus der Rührschüssel auf ein Blech und ab in den Ofen. Oh ja. Und er mag das! 🙂 Und ich mag das noch viel mehr. Keine Wartezeit.

Man wartet sowieso schon viel zu viel im Leben. Auf startende Computer, auf ladende Programme, auf Ehemänner, an Kreuzungen, vor Umkleidekabinen, am Schilift. NEIN, nicht auch noch auf den Germteig bzw. auf das frische Brot.

Und das war gut so. Das Brot war auch am 3. Tag alles andere als trocken und die Konsistenz vom Brot hervorragend „weich“. In Zukunft ist also auch wieder jegliche Brot-Wartezeit gestrichen.

 

 

Wichtig ist nur, dass das Wasser lauwarm ist! Nicht heiß! Lauwarm!!! Der Teig wird trotzdem feinporig und super weich.

Wer also genau so ungeduldig ist wie ich: Probiert dieses Brot-Rezept! Es wird euch überzeugen!

Zutaten

500 g glattes Dinkelmehl (Alternativ: 400 g glattes Weizenmehl, 100 g Roggenmehl)

3 EL Olivenöl

1 – 1 1/2 TL Salz

1/2 Würfel frischer Germ (Hefe)

1/2 TL Honig

330 ml Wasser, lauwarm

130 g Walnüsse

 

Zubereitung

  1. Backofen auf 220 Grad Ober- Unterhitze vorheizen. Eine feuerfeste Schüssel Wasser in den Ofen (unterste Stufe) stellen.
  2. Walnüsse grob zerkleinern.
  3. Dinkelmehl, Öl, Salz, Germ, Honig und Wasser mit dem Knethaken der Küchenmaschine gut verkneten. Die grob gehackten Walnüsse dazugeben und weiterrühren. Ich lasse den Teig gut 4-5 Minuten kneten. Der Teig soll nicht zu flüssig – aber auch nicht zu fest sein. Eventuell noch 1 EL Mehl bzw. 1 EL Wasser dazugeben. Der Teig ist richtig, wenn er noch etwas an den Fingern kleben bleibt.
  4. Etwas Mehl (ca. 2-3 EL) Mehl auf den Teig geben, aber NICHT verrühren (es hilft den Teig besser aus der Schüssel zu nehmen und sorgt für eine schöne Oberflächen-Optik). Den Teig nun mit den Händen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backpapier geben und ihn in eine längliche Form bringen. Nicht zu flach drücken.
  5. Auf der Oberfläche darf ruhig etwas Mehl sein. Mit einem scharfen Messer mehrmals quer in den Teig schneiden.
  6. Ca. 25-30 Minuten backen. Die Oberfläche soll schön knusprig sein.

Wer mag kann den Teig auch in zwei Hälften teilen. Ich habe dann zB. auch eine Hälfte mit Wasser benetzt und mit Leinsamen und Sonnenblumenkerne bestreut.

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Walnussbrot

 

 

 

 

Also: das nächste Brot im Supermarkt einfach „vergessen“. Dieses Walnuss-Brot ist superleicht gemacht und kann 45 Minuten vor dem Abendessen einfach noch schnell zubereitet werden.

Gutes Gelingen,

Barbara

Dinkel-Körner-Gebäck

Neben einem leckeren Brötchen-Rezept, gibt es heute auch ein paar Informationen über mich, da ich für den Liebster Award nominiert wurde!! Das freut mich natürlich total und ein ganz großes DANKE geht an dieser Stelle an Catrin (CookingCatrin) nach Kärnten, die mich nominiert hat.

Dann beantworte ich euch nun folgende Fragen:

Mit welchem “Star” würdest du gerne mal gemeinsam kochen?

Mit keinem. Wenn ich mit einem „Star“ kochen müsste, würde das nämlich so aussehen: Essen versalzen, verwürzt, verpfuscht und verbrannt. Mir passieren so oft kleine Küchen-Katastrophen, durch ein gemeinsames kochen würden die nur um ein 100-faches verstärkt werden. Zu meiner eigenen Sicherheit deswegen: das überlasse ich anderen 🙂

Sommer oder Winter?

Sommer..  Ich liebe Grillen, Beeren, überhaupt frisches Obst und Gemüse, das gerade Saison hat und aus dem Garten kommt. Sollte sich jedoch der Winter wieder einmal mit einer schönen weißen Schneedecke zurückmelden, dann könnte ich doch ein Auge zudrücken, denn ich liebe Advent!

Dein absolutes Lieblings-Rezept?

Schwer.. Schwer, schwer, schwer. Was mit spontan einfällt: Topfenknödel mit Powidelsauce.

Was darf in deinem Kühlschrank gar nicht fehlen?

Haha, ich glaube diese Antwort kennt ihr bereits alle! TOPFEN (Quark), ganz klar! 🙂 Wenn ich mich noch so bemühe einen Kuchen bzw. eine Creme ohne Topfen zu kreieren, am Ende findet man ihn doch wieder in der Zutatenliste.

Ist beim Kochen/Backen schon mal was schief gelaufen?

Ständig. Das letzte Missgeschick ist noch gar nicht lange her. Ich habe einen Blechkuchen gebacken und zum Abkühlen am Herd stehen lassen. Und: ich wollte eine Karamellsoße für den Kuchen machen. Somit stand Zucker und etwas Wasser bereit zum Schmelzen. Ich wunderte mich noch, warum der Zucker so gar nicht karamellisieren wollte. Also noch mal richtig rauf mit der Hitze! Irgendwann bemerkte ich dann aus den Augenwinkeln, dass der vorher gebackene Kuchen schon direkt Rauchschwaden über sich hatte. Verdammt. Falsche Platte eingeschaltet. Was ich euch also nicht empfehlen kann: Kuchen mit Raucharoma.

Dein peinlichstes Erlebnis?

Wenn ich jetzt nur an peinliche Backerlebnisse denke, dann wird es wohl ein Kuchen (einer meiner Lieblingskuchen und absolut gelingsicher) für ein Hochzeitsbuffet sein, der leider aufgrund der fehlenden Wartezeit misslungen ist. Denn obwohl die Creme noch nicht ganz fest war, habe ich den Kuchen schon in Stücke geschnitten. Anfängerfehler. Oder auch: keine Geduld. Ich habe noch vertuscht was es zu vertuschen gab, aber naja… 😉

Was ist dein liebster Urlaubsort – kulinarisch gesehen?

ITALIA!!!!

Deine Koch-/ Backvorbilder?

Ich bewundere all jene, die weder Waage noch Kochbuch benötigen. Da hat man dann nämlich wirklich sehr viel Gespür fürs backen!

Gibt es etwas, das du noch lieber hast als Kochen/Backen?

Essen 😉

Gibt es etwas, dass du wirklich hasst?

Man hat es sicher noch nicht herausgelesen. Aber ich hasse warten!!!! Bei mir muss alles jetzt und sofort sein! Auf der Stelle!

Du, eine einsame Insel & nur 3 Gegenstände – welche wären das?

Eine Yacht, einen Kapitän und Essen. Ich mag keine Langweile. Deswegen nichts wie weg von der einsamen Insel. Verdammt. Kapitän ist kein Gegenstand. Dann eine Bedienungsanleitung der Yacht.

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Aber genug geschwatzt, jetzt gehts endlich zum Rezept für diese superschnellen, knusprigen und innen trotzdem weichen Körnerecken!

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Diese Dinkel-Körner-Ecken sind wie gesagt ruckzuck gemacht. Es gibt keine Geh-/Wartezeit und kann auch am Vorabend gemacht werden, da sie auch am nächsten Tag noch wunderbar luftig und frisch schmecken. Es wird komplett auf Weizen verzichtet und in der Auswahl der Körner kann ganz auf die eigenen Vorlieben eingegangen werden.

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Zutaten

550 g Dinkelmehl, glatt

2 EL Öl

350 ml lauwarmes Wasser

½ Würfel Germ

1 TL Zucker

1 ½ TL Salz

Chia Samen, Sonnenblumensamen, Sesam, Haferflocken …

Zum Belegen

Frischkäse, Avocado, Schinken, Gurkenscheiben, Tomatenscheiben, Salat,..

 

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel geben und alle restlichen Zutaten gleich hinzufügen. Die Zutaten nun mit den Knethaken vom Mixer 5 Minuten gut durchkneten. Der Germteig hat zum Schluss eine leicht feuchte Konsistenz, muss nicht gehen und kann sofort weiterverarbeitet werden. Dazu den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit 1-2 EL Öl beträufeln; verkneten. Die Arbeitsfläche nun bemehlen und den Teig in einem Durchmesser von ca. 30 cm rund auswalken. Mit einem scharfen Messer nun in 8 Teile (wie eine Torte) aufschneiden.

Die Dreiecke jetzt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit Wasser bestreichen. Nun noch mit Körnern nach Wahl (Chia-Samen, Mohn, Sonnenblumenkerne, etc.) bestreuen und bei 210 Grad ca. 20-25 Minuten backen.

Zusätzlich eine feuerfeste Form mit Wasser in den Ofen stellen, damit das Gebäck durch den Dampf gut aufgehen kann. Auch ein paar Spritzer Wasser auf das Backblech können nicht schaden.

 

Ich verwende dafür auch oft ein 10 Korn Mehl. Die Körner-Ecken werden immer köstlich!

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Na dann gibts vielleicht auch bei euch am Abend schon frisches Gebäck?

Gutes Gelingen,

Barbara

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Ich will euch alle anstecken auch Brot zu backen.

Für die Jause, die Brotzeit, für das Frühstück, für Gäste, für die Familie. Ich muss los. Ich hab mich grad so richtig selbst überzeugt. Ich muss Germ kaufen gehen! Aber vorerst noch das Rezept und ein paar Tipps!

 

Dinkelbrot-5

Dinkelbrot

 

Zutaten

(für 1 Brot) 

20 g Germ (Hefe)

250 g Dinkel-Vollkornmehl

250 g Glattes Dinkelmehl bzw. Weizenmehl

ca. 360 ml warmes Wasser

2 Tl Salz

1 EL Olivenöl

Olivenöl zum Bepinseln

 

Zubereitung

Mehl, Salz, Wasser und Germ in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes (bzw. mit der Küchenmaschine) zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Teig 1 Stunde lang zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Danach den Teig gut durchkneten und anschließend in eine mit Öl ausbepinselte Kastenform geben bzw. wenn gewünscht zu einem runden Brotlaib formen. Hinweis:  den Teig mit den Händen ca. 10 Minuten kräftig durchkneten. Der Teig sollte geschmeidig sein – eventuell etwas mehr Mehl oder Wasser zugeben.

Das Brot noch eine halbe Stunde gehen lassen und den Ofen auf 220 Grad vorheizen.

Ein hitzebeständiges Gefäß mit Wasser füllen und auch in den Ofen stellen. Das Brot ca. 30 Minuten backen.

 

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Dinkelbrot

 

Dinkelbrot-2

Meine Arbeitskollegin hat mir den Tipp gegeben, dass man alle Zutaten auf einmal in eine Schüssel geben und verkneten kann. Seither verzichte ich mittlerweile auf das Dampfl. Einfach, weil es ohne auch perfekt funktioniert und das Dampfl ja eigentlich nur anzeigen sollte, ob der Germ noch gut ist.

Ich lasse den Germteig meistens mit einem Geschirrtuch bedeckt im 40-50 °C warmen Ofen gehen. Dort hat er eine konstante Wärme und kein Zugluft gefährdet das Aufgehen.Dinkelbrot-4Dinkelbrot-3

Für etwas Abwechslung können nach Lust und Laune Kräuter, Körner und Nüsse hinzugefügt werden.

Schönes Brotbacken,

(baking)Barbarine

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