Hallo, ich bin Barbara und ich bin Weintrinker.

Das ist doch die beste Einleitung, die man für einen Bierkuchen machen kann, oder? 🙂

Aber wartet. Da kommt noch was! Obwohl ich Weintrinkerin bin wisst ihr ja nun schon, dass ich gerne saftige Kuchen mag. Und dass ich gerne Getränke (wie etwa Tee) in einen Kuchen gebe ist auch keine Neuigkeit. Aber BIER???

 

 

Ich und Bier haben eher keine gemeinsame Vergangenheit. Für Bier war ich ja immer zu uncool. Also klar, ich wollte in jungen Jahren schon auch cool sein. Eines dieser Mädchen, die zur Burschen-Runde aufgenommen wurde, weil sie sich zu einem Fußballspiel ein, zwei, fünf Bier gönnte (dabei wollte ich es bei einem Torjubel doch nur theatralisch nach vorne werfen.. also.. nicht das ich das gemacht habe. Ich hatte ja nie Bier. ABER WENN ich eines gehabt hätte: ich hätte es geworfen!). Aber ich war nie eines dieser Mädchen. Ich war ein typisches Mädchen mit Süß-Schaumwein. Aber ab und an gab es also ein Bier 🙂

Und so versuchte ich es öfters mit einer Flasche Bier beim Fortgehen oder bei einem Fußball-Abend. Dem anderen Geschlecht imponieren quasi. Erstens scheiterte ich schon am lässigen Flaschenöffnen mit Messer, Tischkante oder Feuerzeug. Zweitens: mein Biergenuss spiegelte sich in meiner Trinkzeit wieder: Stunden später. Noch bevor ich den Flaschenboden erreichte hatte mein Bier schon fast den Siedepunkt erreicht. Und auch da behauptete ich noch steif und fest: Jaja, warmes Bier schmeckt mir fast noch besser, deswegen trinke ich auch so langsam. Dabei war mir es still und heimlich ein Rätsel wie einem dieses hantige (bittere) Gebräu schmecken konnte.

Bis ich schlussendlich jene Biersorten entdeckte, die meinem Geschmack entsprachen. Bitterkeitsstufe: 2 von 500.000. YES! Danke liebe Braumeister! So wie das Honigbier, Schwarzbier, Pale Ale der Rieder Brauerei bzw. das BIO Paracelus Bier von Stiegl. Und eines davon kommt jetzt in den Kuchen 🙂

Auch wenn man das Bier überraschenderweise gar nicht wirklich aus dem Kuchen schmeckt, es verleiht im dennoch ein Plus an geschmacklichem Aroma UND Saftigkeit. Ganz mein Welt. Der Kuchen ist dadurch nicht zu süß und sehr aromatisch.

 

 

 

Zutaten

für den Teig:

(für eine rechteckige Backform 20×20 cm bzw. eine Springform 26 cm Durchmesser)

250 ml Schwarzbier

250 g Butter

95 g Kakao

50 g Zartbitter-Kuvertüre

320 g brauner Zucker

150 ml Creme Fraiche

3 Eier

1/2 Pkg. Backpulver

285 g Mehl

Prise Salz

 

für das Frischkäse-Topping:

250 ml Schlagobers (Sahne)

300 g Frischkäse

150-200 g Staubzucker (je nach Geschmack)

1 Pkg. Vanillezucker

 

Zubereitung

  1. Ofen auf 170°C Ober/Unterhitze vorheizen. Das Schwarzbier gemeinsam mit Butter, Kakao, Zucker und Schokolade in einen Topf geben und erwärmen, bis alles geschmolzen und gut verrührt ist.
  2. In der Zwischenzeit die Eier schaumig schlagen, Creme Fraiche einrühren. Die Bier-Kakao-Masse zum geschlagen Ei dazugeben und vorsichtig unterrrühren. Zum Schluss die Mehlmischung einrühren.
  3. Teig gleichmäßig in einen rechteckigen Backrahmen geben und Kuchen ca. 40-50 Minuten backen. Stäbchenprobe!! Komplett auskühlen lassen.
  4. Schlagobers mit Zucker steif schlagen. Nun den Frischkäse unterrühren bis die Masse schön cremig ist.
  5. Masse auf dem ausgekühlten Boden verteilen. Kalt stellen, jedoch vor dem Servieren muss der Kuchen Zimmertemperatur annehmen.

 

DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Schwarzbier-Kuchen mit Frischkäse-Topping

Dann lasst euch überraschen. Das Urteil meiner Schwester: Sehr lecker und es erinnert sie an die Kindheit, aber sie konnte nicht festmachen warum. Unser erster Verdacht (das Schwarzbier) können wir aber ausschließen 😉

Gutes Gelingen,

Barbara