Von einer Arbeitskollegin hab ich tolle BIO-Marillen von einem Bauern aus der Umgebung bekommen, die mussten natürlich sofort in einen Kuchen verarbeitet werden. Ich konnte mich kaum entscheiden, da viel zu viel tolle Rezepte von viel zu viel tollen Blogs. Hab mir unzählige neue Rezepte von meinen Bloggerkolleginnen Jessi von “Törtchenzeit” und Mara von “Lifeisfullofgoodies” ausgedruckt. Konnte kaum der Versuchung widerstehen auch mal mit Lavendel oder Marzipan zu backen. Am Ende wurde es doch ein schon öfters gebackener Ricotta-Kuchen, die anderen Rezepte sind jetzt aber ausgedruckt und vorgemerkt, die Marillenzeit ist ja noch voll im Gange!

Beim Liebsten fällt dieser Ricotta Kuchen übrigens unter die Top-3 Liste. Hab mal nachgefragt, was dann die beiden anderen TOP-Platzierungen noch für Kuchen wären (Was ich ja wissen muss, damit diese zu bestimmten Anlässen gebacken werden kann). Die Antwort war Topfen-Streusel und Oreo-Heidelbeer-Torte. Nachfolgend ein von mir erstelltes Szenario, wie die Gedankengänge zu 100% sein mussten:

  • Huch, mit dieser Frage hab ich jetzt nicht gerechnet, ich wollte doch nur kurz den Kuchen loben.
  • Verdammt.. die Top 3 will sie wissen. Bei mir fällt jeder Kuchen unter die Top 3. Sozusagen ist meine Top 3 eine Liste mit 100 Kuchen.
  • Hmmm.. An welche kann ich mich jetzt spontan erinnern? Letzte Woche war der Topfen-Streusel-Kuchen, davor die Oreo-Heidelbeer-Torte.
  • Ok, muss ich nicht länger überlegen, sag ich einfach diese.
  • Hoffentlich kommen jetzt nicht weitere Fragen, warum gerade diese 2 noch TOP sind und andere nicht.
  • Puh, noch einmal Glück gehabt.

Ihr seht, ich war gnädig. Wenn man mich nach meinem Lieblingsgericht fragt, muss ich auch ewig überlegen und geb immer “Apfelstrudel” als Antwort. Das hab ich einmal in ein Freundebuch in der Volksschule eingetragen. Und seitdem muss es wohl mein Lieblingsessen sein. Weil ich nicht länger nachdenken mag. Aber es gehört definitiv unter meinen Top 3 Lieblingsessen.

Oh Gott. Jetzt habt ihr mich erwischt. Bitte fragt nicht, was die anderen beiden sind. Dann müsst ich nämlich überlegen, was ich zuletzt gegessen habe und da würde der McWrap mit gebackenen Hühnerstreifen und Currysauce hineinfallen und den will ich definitiv nicht unter meine Top 3 Gerichte reihen. (Aber abgesehen davon: er ist wirklich wirklich gut mit dieser thailändisch angehauchten Curry-Sauce 😉 )   Aber ja, die Gedankengänge könnt ihr nun fast 1:1 vom Liebsten kopieren.

Was sind eure TOP-3 Kuchen?? Hihi, jetzt will ich es von euch wissen! Habt ihr überzeugte Lieblinge?

Solltet ihr euch noch unsicher sein: backt diesen Ricotta-Kuchen nach und gebt mir dann Bescheid 🙂

 

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Rezept

(für ein kleines Blech)

Für den Mürbteig:

150 g Mehl
75 g Butter
50 g Zucker

 

Für den Belag:

ca. 16 Marillen (je nach Größe mehr oder weniger)
3 Eier
Salz
125 g Staubzucker
500 g Ricotta
250 g Topfen
1 P. Kokospuddingpulver (oder Vanillepuddingpulver)
100 ml Orangensaft

1,5 Rollen Blätterteig

2 EL Milch

 

Zum Bestreichen:

1-2 EL Marillenmarmelade
Mandelblättchen

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Zubereitung:

1) Für den Mürbteigboden Mehl mit Butter und Zucker verkneten. In eine Folie wickeln und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Ein kleines Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180 °C vorheizen. Den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und auf das Backblech geben. Mehrmals mit einer Gabel einstechen und 11 Minuten vorbacken. Herausnehmen und abkühlen lassen. Je nachdem wie ich Zeit haben, lasse ich das Vorbacken des Mürbteigs auch weg und der Teig ist auch immer durch.

2) Für den Belag die Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Eigelb mit Topfen, Ricotta, Zucker, Puddingpulver und Orangensaft verrühren und den Eischnee unterheben. Die Marillen waschen, trocken tupfen, halbieren und entsteinen. Die Hälften nun auf den gesamten Mürbteigboden verteilen. Nun auch die Topfen-Ricotta-Masse drüber streichen.

3) 3/4 des Blätterteigs der Längsseite nach in schmale Streifen schneiden (ca. 1 cm breit). Mit dem letzten Viertel bereits eine Seite des Blechs auskleiden. Die 3 anderen Seiten mit der neuen Rolle Blätterteig auskleiden. Ich hab schon viele Versuche unternommen diese 1,5 Packungen Blätterteig geschickt für die Innenseiten und die Streifen zu verteilen und meistens hatte ich zu wenig Teig. Deswegen hat sich nun die 3/4 und 1/4 Methode bewährt. Zuerst die Streifen schneiden, dann die Auskleidung. Sollte trotzdem kein Blätterteig mehr für die Seiten überbleiben: nicht schlimm. Dank des Backpapiers bleibt auch die Topfenmasse nicht am Rand kleben.

4) Die Streifen nun gitterartig über die Ricottamasse legen und mit der Milch bestreichen. Im Ofen ca. 1 h backen. Falls der Kuchen zu dunkel wird, lose mit Alufolie bedecken.

5) Die Marillenmarmelade mit 1 EL Wasser erhitzen, glatt rühren und den noch warmen Kuchen damit bestreichen. Wenn gewünscht mit Mandelblättchen bestreuen und in der Form abkühlen lassen.

 

Das Rezept praktisch zum Download:  Ricotta-Marillen-Kuchen

 

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Zugegebenermaßen: es gibt Kuchen mit geringerem Aufwand, aber glaubt mir: es lohnt sich 🙂

 

Gutes Gelingen,

(baking)Barbarine