Am Sonntag hatte ich die Ehre bei der lieben Laura von thebakery2go Gast zu sein. Sie ist eine tolle Backfee und mit ihren zarten 15 Jahren gerade in England in einem Internat und quasi auf Backentzug. Während sie nun ohne Backofen, Rührgerät und Spritztülle im Vereinigten Königreich auskommen muss, habe ich die Ehre auf Ihrem Blog Gast zu sein. Für Laura habe ich heute etwas Herbstliches mitgebracht. Mit extra viel Mohn 😉

Mögt ihr auch so gerne Mohn? Ich finde bei Mohn gibt es ja immer 2 Lager:

  • diejenigen, die ihn heiß und innig lieben (wie zum Beispiel ich)
  • diejenigen, die definitiv immer Nuss dem Vorzug geben (wie zum Beispiel ich)

(verdammt, meine Theorie funktioniert nicht. Ich mag einfach beides. Aber pssst, ich hab das doch so schön ausgetüfftelt). Aber ich hab tatsächlich auch Personen, bei denen meine Theorie funktioniert: Seit ich denken kann gibt es zum Geburtstag von Papa und Schwester Mohnkuchen zum Umfallen. Und in allen Variationen. Hauptsache die doppelte Menge an Mohn. Ihr Geburtstag liegt innerhalb einer Woche. Das heißt es gibt durchgehend 2 Wochen Mohnkuchen. Und alle sind glücklich. Außer meine Mutter 😉  In welche Kategorie fallt ihr?

Bei diesem Rezept für Laura hab ich das was einen Zopf ausmacht (nämlich Hefe/Germ) einfach weggelassen. Und es merkt bestimmt niemand. Das Tolle an dem Rezept ist: keine Wartezeit. Der Teig muss weder rasten, noch muss irgendetwas auskühlen oder man wird sonst irgendwie aufgehalten. Ein Topfen- (Quark-) Teig ist das Geheimnis hinter der schnellen Weiterverarbeitung. Die Zwetschkenmarmelade sorgt dafür, dass der Kranz schön saftig bleibt. Außen knusprig, innen weich und saftig. Ist das nicht das Maximum?

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Zutaten

für den Topfenteig

500 g Mehl
1 Pkg Backpulver
100 g Zucker
1 Pkg Vanillezucker
250 g Quark
75 ml Milch
75 ml Öl

200 g Zwetschken- oder Powidlmarmelade

 

für die Mohnfülle

200 ml Milch
1 Msp. Zimt
60 g Kristallzucker
50 g Honig
200 g Mohn (gemahlen)
3 EL Rum

 

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Zubereitung

1) Topfen, Milch und Öl mit Zucker und Vanillezucker gut mit dem Handmixer verrühren. Mehl und Backpulver vermischen und dazugeben, kurz weitermixen, dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten.

2) Für die Mohnfülle Milch, Zimt, Zucker und Honig aufkochen lassen. Den Mohn dazu fügen und kurz mitkochen. Von der heißen Herdplatte nehmen und etwas auskühlen lassen. Zum Schluss den Rum unter die Mohnfülle einrühren.

3) Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Topfenteig in der Mitte teilen. Zuerst den ersten Teil rechteckig (ca. 40×20 cm) ausrollen, dann in gleicher Größe den 2. Teil ausrollen. Diesen etwas beiseite legen. Auf den ersten ausgerollten Topfenteig-Teil nun die Zwetschken- (Powidl-) Marmelade verstreichen. Darauf kommt jetzt die Mohnfülle, die schön verteilt wird. Wundert euch nicht über die Menge der Mohnfülle, die Mohnschicht kann ruhig etwas dicker sein. Jetzt kommt der 2. Teil des Topfenteigs auf diese Mohnfülle drauf.

Nun gehts ans Kranz “binden” ;-)Der Längs nach wird nun der Teig bis 5 cm vor Ende mit einem scharfen Messer in 3 Teile eingeschnitten (so, als ob ihr mit den Teilen einen Zopf flechten würdet). Nun den rechten Strang nehmen und einmal komplett nach links schlagen. Und so geht es immer weiter, bis ganz von alleine der Kranz entstanden ist. Die Enden noch gut miteinander verbinden und ab auf das Backblech und für ca. 50 Minuten backen. Ich hab es euch noch einmal aufgezeichnet, damit es etwas verständlicher ist.

 

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DAS REZEPT PRAKTISCH ZUM DOWNLOAD: Mohnkranz

Die Kombination Mohn und Zwetschkenmarmelade bzw. Powidl find ich sowieso großartig. Es erinnert mich an Skihütte, tollen Pulverschnee und Sonnenschein.

 

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Ihr seid kein Mohnfan? Dann füllt ihn doch einfach mit Nuss! Die Nussfülle funktioniert genauso wie die Mohnfülle, nur den Mohn durch gemahlene Haselnüsse ersetzen.

 

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Viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen,

(baking)Barbarine

 

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